Carlo Pedersoli auf dem Weg zum Star – Bud Spencer Biographie

Babyfoto (Bild © Privatarchiv von Carlo Pedersoli)Am 31. Oktober im Jahre 1928 wurde in Neapel ein Junge mit dem Namen Carlo Pedersoli geboren. Als Sohn eines Industriellen wurde er groß, liebte das Schwimmen und studierte 1946 in Rom Chemie. Dass er schon damals ein schlaues Köpfchen war zeigt sich daran, dass Carlo Pedersoli bereits in der Schule zwei Klassen übersprang. Sein Studium musste er jedoch 1947 bereits wieder abbrechen, da seine Familie mit ihm nach Südamerika zog. Dort verrichtete er Hilfsarbeiten in Rio de Janeiro als Fließbandarbeiter und zuletzt in Uruguay als Sekretär der italienischen Botschaft. Zu diesem Zeitpunkt ahnte noch niemand, dass dieser mittlerweile herangewachsene Mann einmal zu dem beliebtesten Komikerduo unsere Zeit gehören sollte: Terence Hill und Bud Spencer. Im Alter von 19 Jahren ging Carlo Pedersoli alleine nach Italien zurück und begann ein Studium der Rechtswissenschaften. Neben seinem Studium entfachte in ihm wieder die Leidenschaft für das Schwimmen, was zum Resultat hatte, dass er 1950 der erste Italiener war, der 100-Meter-Freistil unter einer Minute schwamm. Zudem gewann er sieben Jahre in Folge die italienische Meisterschaft. Die ersten Schauspielerfahrungen sammelte Carlo Pedersoli ebenso im Jahr 1950 als Statist im Film “Quo Vadis”, er spielte die Rolle eines Prätorianers. In den nächsten Jahren wirkte er unter seinem echten Namen Carlo Pedersoli in vielen weiteren Filmen als Statist mit. Zwischenzeitlich widmete er sich aber wieder dem schwimmen und nahm nicht ganz überraschend 1952 an den Olympischen spielen in Helsinki teil, bei denen er im Vorlauf einen durchaus guten fünften Platz belegte.

Im Jahr 1960 heiratete Carlo Pedersoli die sechs Jahre jüngere Maria Amato, die nur ein Jahr später einen Sohn mit dem Namen Giuseppe und ein weiteres Jahr später die Tochter Christiana zur Welt brachte. Fast zehn Jahre danach bekamen sie ihr drittes Kind, eine Tochter die den Namen Diamante trägt. Als diese geboren wurde war ihr Vater Carlo Pedersoli bereits unter dem Alias Bud Spencer bekannt, denn 1967 bekam er eine Hauptrolle im Film “Gott vergibt… wir beide nie!“. Dieser Italowestern war zugleich seine erste Begegnung mit Terence Hill. Neben Bud Spencer sollte eigentlich Peter Martell im Film mitwirken, dieser wurde dann jedoch durch Terence Hill ersetzt. Der Grundstein für das bekannte Komikerduo Terence Hill und Bud Spencer war also gelegt.

Bud Spencer und Terence Hill (Bild © Kabel1)Ursprünglich war der erste Film von Terence Hill und Bud Spencer jedoch keine Komödie, sondern ein richtig ernster Western. Erst nachdem Terence Hill und Bud Spencer die zwei Westernkomödien “Hügel der blutigen Stiefel” und “Zwei hau’n auf den Putz” erfolgreich gedreht hatten, wurde “Gott vergibt… wir beide nie!” mit lustig lockeren Sprüchen neu synchronisiert und in “Zwei vom Affen gebissen” umbenannt. Den Durchbruch landeten Terence Hill und Bud Spencer mit “Die rechte und die linke Hand des Teufels” der 1969 erstmals in den Kinos lief. Besonders erfolgreich war auch die Fortsetzung von Vier Fäuste für ein Halleluja, der in der DDR allerdings den Titel “Der Kleine und der müde Joe” trug. Insgesamt achtzehn Filme drehten Terence Hill und Bud Spencer zusammen. Für die Filme “Sie nannten ihn Mücke” (1978) und “Das Krokodil und sein Nilpferd” (1979) schrieb Carlo Pedersoli alias Bud Spencer einige Musiktitel selbst. Im gleichen Jahr bekam Bud Spencer den “Cinema-Jupiter-Preis”, der an den beliebtesten Star in Deutschland vergeben wird. Terence Hill hingegen erhielt ihn nie. Seit Mai 2010 ist Bud Spencer im italienischen Fernsehen als Polizist in der Serie “delitti del cuoco” zu sehen. Nach eigenen Angaben wird es allerdings keine Zusammenarbeit mehr mit Terence Hill geben. Im April 2010 erschien das erste Buch von und über Bud Spencer mit dem Titel “Bud Spencer: Mein Leben, meine Filme”. Der Künstlername “Bud Spencer” entsprang übrigens der Kombination aus dem Lieblingsbier (Budweiser) und dem Lieblingsschauspieler (Spencer Tracy) von Carlo Pedersoli.